Kirchengeschichte Raperswilen


Wir alle haben irgendwie miterlebt, wie sich das Gesicht unserer Kirche immer wieder verändert. Wir haben unsere Kirche nicht selber gebaut, sie ist das Werk von Generationen. Jahrhunderte haben Menschen daran gebaut, verändert, vergrössert, verbessert, immer wieder ihr Bestes gegeben.

Es tut wohl, in dieser heimeligen Kirche zu stehen, sie zu betrachten, sich umzusehen: die prächtigen Kirchenfenster - Schöpfung - Ostern - Jesus im Sturm - Weihnachten -, den sinnigen Wandspruch, die schöne Holzdecke, die hellen Holzbänke und alten Kirchenstühle, die gute Metzler-Orgel spielen zu hören - es ist warm drin, hat ein WC; auf dem Foto im Eingang sieht man, wie der Innenraum früher aussah, einige wissen es auch noch: dunkle Bänke, Mittelgang, Kanzel höher oben, dort der alte Wandspruch.

Für den Gemeinde-Apero nach Vollendung verschiedener Renovationen an unserer Kirche und aus Anlass der Feier "450 Jahre eigene Gottesdienste" habe ich aus versch. Unterlagen, wie der "Geschichte von Wigoltingen", geschr. Pfarrer Gottlieb Arnstein, 1892 gedruckt, mit umfassenden Berichten zu Wigoltingen, Raperswilen, usw., dem Büchlein v. Hermann Wenger, geschr. 1998, dem TG Gemeinde-Buch, usw., die nachfolgenden Informationen zusammengetragen:

Was erfahren wir von Raperswilen vor dem Kirchen-Neubau 1766?
Aus alten TG-Gemeindebüchern der Kantonsbibliothek ist zu erfahren, dass eine der ältesten Urkunden aufs Jahr 1248 zurückgeht und unser Ort RATBRECHTSWILARE genannt wird = Weiler des im Rate Berühmten. Dort heisst es weiter, Ratbrechtswilare liege zwischen Vratzwiler (Fischbach) und Müllberg. Ein "Heinrich von Ratbrechtswilare" war im Kloster Reichenau Urkundenzeuge, genannte Daten 1213, 1240 und 1241. Man vermutet, dass schon vor diesen Jahren ein Graf oder Fürst in dieser Gegend eine Burg gebaut hat, wo, ist unbekannt. Auch Hermann Wenger schreibt in seinem Büchlein über den Müllberg, dass bestimmte Unebenheiten auf eine frühe Besiedlung schliessen Hessen (400 -500 v.Chr.).

Wie lebten die Menschen im Thurgau und in Raperswilen früher?
S. 53 Wig.Chr.: "die eidgenössische Herrschaft" ist zu lesen:
"Im Jahre 1464 kam der Thurgau ganz unter die eidgenössische Oberherrschaft. Als selbständiges Glied wollten aber die Eidgenossen den Thurgau nicht in ihren Verband aufnehmen. Die Lust an Eroberungen, das Vergnügen am Wachsen ihrer Macht, die Freude daran, die Herren spielen und ihren Staatskassen neue Zuflüsse zuführen zu können, machten sie in dieser Hinsicht hart und schroff; auch wollte man es wohl den Thurgau entgelten lassen, dass er, insbesondere der zahlreiche thurgauische Adel und die Bürgerschaft der Städte, stets treu zu Oesterreich gehalten und oft gegen die Eidgenossen gekämpft hatte." S. 57 Ein Zeitgenosse schrieb: "Die Landvögte regieren im Thurgau wie selbstherrliche Fürsten. Bei ihrem Aufzuge müssen die Edelleute dieselben mit Geschenken empfangen. Wein wird ihnen fuderweise und ganze Wagen Getreide angeboten. Gibt einer nichts, so ist er wie rechtlos. Alle zwei Jahre machen die Thurgauer einen Landvogt reich." S. 58 erfahren wir, dass sich im TG schon früh ein grosser Teil der neuen Lehre anschloss; da ja die meisten selbständigen Orte der Eidgenossenschaft katholisch waren, sehnten sich viele Bewohner nach einer Reinigung der Kirche, des Glaubens und der Sitte im Sinne Zwingiis. Als Untertanenland hatten sie keine Glaubens- und Gewissensfreiheit und mussten sich jeweils nach dem jeweiligen Landvogt ausrichten.

Pfr. G. Arnstein schrieb über die Raperswiler Kirche 1888:
Die Stiftung unserer Kirche, bezw. Kapelle, die dem hl. Nikolaus, dem Schutz-Patron der Schiffer und Fischer geweiht ist, ist ins Dunkel gehüllt. Wer hier durchkam, um an das Gestade des Untersees und dann ans jenseitige Ufer zu gelangen, der trat wohl einen Augenblick in die stille Kapelle, um betend den hl. Klaus um seinen Schutz für die Fahrt zu erbitten, (hörte auch die Version, dass ein Jakobsweg hier durchführte und um die Kirche "Kirchenbezirk" war.)
1528 trat Hans Füllemann von Berlingen, Pfarrer in Homburg, zur Reformation über, gleichzeitig wurde nun auch Raperswilen evangelisch und besuchte die GD in Homburg. Hans Füllemann wurde im II. Kappelerer Krieg, 1531, beim nächtlichen Ueberfall auf dem Gubel in Zug erschlagen. Sein evangelischer Nachfolger Hans Kihm pastorierte die Gemeinde Homburg-Raperswilen bis 1537. Die regierenden Orte verlangten, Raperswilen müsse eine Tempelreinigung vornehmen und das Kirchenvermögen wieder vervollständigen. Die Homburger setzten 1540 einen unwürdigen evangelischen Geistlichen auf die Pfründe, den die Gemeinde 1555 selbst absetzte. Homburg wurde nun fast ganz katholisch, den Evangelischen wurde die Kapelle Raperswilen zugewiesen. In diesem Jahre 1555, also vor 450 Jahren, übernahm der Pfarrer von Wigoltingen die Verpflichtung, hier alle 14 Tage gegen Bezahlung das Evangelium zu verkünden, mit Ausnahme der Festtage, Taufen, Trauungen, Bestattungen und Kommunionen.

Pfr. Christoph Kesselring berichtete 1631 an "seine gnädigen, gebietenden Herren in Zürich" nach dem Beschrieb über Wigoltingen von Raperswilen (S. 77): "das obere Kirchspiel, so eine bis zwei Stunden zur Pfarrkirche hat, ein Filial zu St. Niklausen zu Rapersweilen, so alle 14 Tage zu versehen ist, liegt mitsammt dem Fischbach und Helzighausen in des Bischofs Gerichten, der Reichenau gehörig; sind alle der evangelischen Religion, ausgenommen ein Schwab und ein welscher Krämer, gohnd mit Weib und Kind zur Mess gen Ermatingen." Damals zählte Raperswilen 388 Seelen, worunter 235 Kommunikanten (= erteilte Abendmahlsscheine).

Seit gut 100 Jahren später, 1661, predigte auch der Lipperswiler Pfarrer hier, sodass sich die Gde. allsonntäglicher GD erfreuen konnte (bis 1798??)

S. 126: 20. mai 1628: zu Mannenbach sind 55 Menschen, die in der "Auw" (Kloster Reichenau) das Almosen gholet, ertrunken. Dieses Unglück betraf namentlich die Filialgemeinde Rapersweilen schwer. Die armen Leute hatten, vom Hunger geplagt, die Wohltätigkeit des Klosters Reichenau in Anspruch genommen. In der Nähe von Mannenbach schlug das Schiff - sei es in Folge von stürmischer Witterung oder in Folge von Ueberladung - um und sämtliche Passagiere ertranken. Unter ihnen befanden sich 21 Angehörige der Filial-gde. Rap., aus Raperswilen 4 Frauen mit 3 Kindern, aus Fischbach ein Mann, 6 Frauen und 7 Kinder. Dass so viele arme Leute um einer Schüssel Suppen und eines Brödchens willen den verhältnismässig weiten Gang nach der Reichenau - wahrscheinlich regelmässig -unternahmen ist ein Beweis für die unsägliche Not und Armut, die der 30-jährige Krieg und mehrjähriger Misswachs auch über die Schweiz brachten.

1635: während in gewöhnlichen Zeiten im ganzen Kirchspiel 15-20 Personen jährlich starben, waren es 1635 223 Personen, darunter befanden sich auch 21 fremde, aus Deutschland geflüchtete Personen. Mehrmals wurden in Wigoltingen an einem Tage 10 Personen bestattet. Wie nach dem Pestjahr 1611 wurden wieder im darauffolgenden Jahr auffallend mehr Ehen geschlosssen, weil der Tod viele Ehen gelöst hatte und die überlebenden Ehegatten sich um ihrer Kinder, ihres Heimwesens und ihrer selbst willen wieder verehelichten.
Raperswilen musste wie die andern Gemeinden des Kirchspiels auch einen beträchtlichen Teil zur Tilgung der Schulden aus dem Wigoltinger Handel bezahlen, anfangs 1690 waren es noch grosse Summen, die dank guten Jahren bis 1697 abbezahlt werden konnten.

S. 252 Die Armen waren, da der Staat deren Obsorge ganz der Kirche überliess, auf die freiwillige Liebestätigkeit angewiesen. In vorreformatorischer Zeit war das Almosengeben ein besonders verdienstliches Werk als Anspruch auf die ewige Seligkeit, so fehlte es nicht an frommen Wohltätern, welche mit Stiftungen die Armennot zu lindern suchten. Damit die Bettelei nicht ausartete, wurden Armenbücher geführt, wer wann wieviel erhielt. Die Reformation schaffte das unselige "Abverdienen des Himmels", die Ablässe, ab, da dies nirgends in der Bibel stand, und forderte, dass alle Menschen die Bibel lesen sollen könnten. Deshalb begannen Pfarrherren, die Kinder darin zu unterweisen. 1626 verlangte die Tagsatzung die Errichtung von Landschulen, den Schulunterricht besorgten die Geistlichen, der Unterricht fand im Pfarrhaus statt. Der Pfarrer wurde von jedem Kind bezahlt, dazu musste es täglich ein Scheit zur Beheizung des Lokals bringen. Es begannen dann Laien zu unterrichten, in entfernteren Ortschaften hatten schon früher Einwohner, die lesen konnten, "hergelaufene Leute", fremde Flüchtlinge und invalide Reisläufer als Jugendbildner geamtet, die aber dann der Aufsicht der Geistlichen unterstellt wurden, die ihre Kenntnisse prüften. Raperswilen erhielt 1782 vom Kirchspiel Wigoltingen und Raperswiler Bürgern Spenden für einen Schulfond, damit mit der Freischule alle Kinder die Möglichkeit bekamen, in die Schule zu gehen, vom 5. - 12. Alters-Jahre. Die Schulzeit beschränkte sich vor allem auf 16 Wochen Winterhalbjahr, sommers 1 x Rependierschule 32 x.
Decan Kilchsperger wollte den Raperswilen eine beträchtliche Obligation schenken, damit sie einen eigenen Pfarrer anstellen könnten. Sie gingen aber auf die damit verbundenen Verpflichtungen nicht ein, so zog er seinen Vorschlag zurück und spendete ihn später den Wigoltingern für eine Freischule, unter der Bedingung, dass sie den durch Wybersteuer wegen auswärtiger Ehefrau aufgeäufneten Fond auch eingaben und den Zins nicht mehr am 2. Jan. mit einem Besäufnis ausgaben), gab aber den Raperswilern auch einen Betrag für eine Freischule. Viele Bürger unterstützten dies Vorhaben mit Stiftungen, sodass nun auch hier die Kinder die Schule frei besuchen konnten. (Die Kirche führte ein Buch über Schulrechnung ab 1762).

Der Kirchen-Neubau
Bereits 1722 erschienen in Wigoltingen Abgeordnete aus Raperswilen und beklagten sich darüber, dass ihr Kirchlein sehr baufällig sei. Da es gar viele arme Leute gäbe, seien sie zu schwach und geringe, ein neues zu bauen, und baten um höfliche Hilfe. Im Jahre 1766 wurde die alte Kapelle (Kirche), die einzustürzen drohte, abgebrochen und an deren Stelle die heutige Kirche erbaut. Wir sehen im Spiel, aufgeführt im "Langschuljahr" von den damaligen 4. - 6. Klässlern bei Emmi Gasser, was an der Versammlung diskutiert und beschlossen wurde, wie der Bau in kürzester Zeit verlaufen ist, wann die Kirche mit einem Festgottesdienst eingeweiht wurde. Emmi Gasser hat die Geschichte aus der "Rechnung über die Kosten des Kirchenbaus zu Raapperschweilen und Stuhl-Ordnung für dortige Kirche" aufgeschrieben. Aufgeschrieben hat sie damals 1767 - 1769 Pfr. Joh. Heinrich Kilchsberger, Decan. Wir ersehen die Einnahmen aus dem Verkauf der alten Stühle, Spenden, Steuergeld, auch ausgeliehenes Geld, weiter die "specificierte Rechnung über die Kosten des Kirchenbaus zu Raapperschweilen mit den Ausgaben für Kalk, Ziegelstein, Lattnagel, usw., alles genau nachzulesen. Weiter ein Schreiben des damaligen Vogts Abraham Schindler, von Glarus, 1768. Weiter hinten folgt die Stuhl-Ordnung: Chor (links Namen d. Käufer, rechts Weitergaben), die "linke Seite gegen Mittag", die "rechte Seite gegen Mitternacht....", usw., Gewölb, ein Stuhl dritte Reihe gegen Miternacht ist der Vorsängerstuhl (also nicht nummeriert), weiter "Weiber-Stühle", genaue Beschreibung folgt. Alle mussten die Kirchenstühle kaufen, oder abstottern. Diejenige Personen, die viel Frondienst geleistet hatten, erhielten sie billiger. Alles einzusehen im erwähnten Buch. (Anm.: Es sind so viele Namen, wo hatten denn die Stühle und Menschen alle Platz?)

Weiter hinten folgt eine neue Stuhl-Ordnung (andere Schrift).

Blättern wir weiter, vor 200 Jahren, als der Thurgau "befreit" wurde, erfahren wir, wie hart und schwer das Leben damals war. Die Umwandlung vom Untertanenland in die helvetische Republik mit Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und dann in einen selbständigen Kanton erforderte riesige Opfer. Wir lesen wieder in der Wigoltinger Chronik:

Im Befreiungsjahr 1798 kamen immer wieder französische Soldaten und Pferde ins Quartier, die sich nicht alle gut aufführten. Vom 9. Okt. 1798 bis 3. März 1799 lagen in Wigoltingen 3682 Mann franz. Truppen und 2017 Pferde je 1 Tag im Quartier!!! Es gab aber über Jahre Einquartierungen für Männer und Tiere.
1799 wurden wieder auffallend mehr Ehen geschlossen, da sich ledige Leute durch Verheiratung der Einreihung in die Armee zu entziehen suchten. Jede Gemeinde musste Männer in die helvetische Armee stellen, notfalls wurden sie ausgelost. S. 341: 1803 Iiihart war damals mit Raperswilen zu einer Munizipalgemeinde verbunden. S. 345: 2. März 1803: an einer Versammlung in Weinfelden wurden alle aufgefordert, Mannschaften für das für die Napoleonischen Kriege ausbedungene eidgenössische Truppenkontingent anzuwerben. Mit einem Soldvertrag hat sich die Schweiz für 25 Jahre verpflichtet, 16'000 (ab 1812 nur noch 12'000) Mann zu stellen. Aus den unaufhörlichen Kriegen kehrten wenige zurück, die Lücken mussten immer wieder aufgefüllt werden. Dieser "Blutzehnte" war sehr drückend. Mit List und Verlockungen warben die Werber junge Männer. Im Rap. Gemeinde-Archiv existiert ein Buch, wer wann in napoleonische Dienste zog, die Uniform bezahlen konnte oder sie abstottern musste.

1817: All diese schweren Lasten, Ueberschwemmungen, Hagel hatten Hungersnöte zur Folge. Raperswilen erhielt von Wigoltingen eine Summe ausbezahlt, um ihre Armen selbst zu ernähren. Der Hunger trieb oft die armen Leute fast zum Aeussersten, so mussten überall die Getreidefelder bewacht und fremde Aehrenaufleser fortgeschickt werden. Zur Milderung der Not hatte der russische Kaiser Alexander der Kirchgde. Wigoltingen ein Geschenk von Fr. 4*800.-- gemacht, das vor allem Iiihart zugeteilt wurde, wo die Not am grössten war. Dieses Jahr reisten auch junge Leute nach Kaukasien, wo tüchtige Landwirte und Handwerker eine neue Existenx aufbauen konnten. Nicht alle überlebten die mühselige Reise und den schweren Neustart im Nichts.
1837: Raperswilen konnte ein Schulhaus bauen
1851, Mai: in Raperswilen brannten 3 von 7 Familien bewohnte Häuser, andere konnten nur mit grosser Mühe dem Feuer entrissen werden.
1869: in der Nacht vom 28. auf 29. Juli traf ein furchtbarer Blitzstrahl den Rap. Kirchturm und richtete an Turm und Kirche grossen Schaden an. Tags zuvor hatten an einer Versammlung die Kirchbürger mit einer Stimme Mehrheit den Antrag zu einer selbständigen Kirchgemeinde, unterstützt durch ein namhaftes Geldangebot Hrn. Trehernes, abgelehnt. George Treherne hat die Gemeinde immer wieder unterstützt, Schule, Strassenbau, hat der Kirchgde. Geld gegeben für einen Mauerbau bei der Kirche, dass sie das Land einebnen und dort einen Friedhof anlegen konnten, so nicht mehr umständlich ihre Toten bei jedem Wetter nach Wigoltingen führen mussten.

Steigt man zum Kirchturm empor, staunt man ob dem riesigen Räderwerk der Turmuhr, die nun mit Quartz läuft, sieht die Glocken, 1860 durch Carl Eisenlächner in Konstanz gegossen, nun elektrisch betrieben. Geschichten könnten auch die alten Abendmahls-Kannen 1769 und 1797 erzählen, die zwei Abendmahlsbecher 1869, die alte Brotschale aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, staunen wir doch wieder einmal beim nächsten Abendmahls-Gang! Pfr. G. Arnstein schreibt 1888, dass der Turmhelm mit Zinkbedachung versehen wurde, ebenso der Turmstock mit demselben Material eingefasst, ein Futterdach über der Kirche errichtet und an Stelle der früheren Bretterdecke eine Gipsdecke mit Fries und Rosette erstellt wurde. Die hölzernen Uhrentafeln wurden durch eiserne ersetzt und die Turmkugel neu vergoldet.

In den letzten hundert Jahren wurden wieder viele Aenderungen, Renovationen, Ergänzungen vorgenommen, z.B. Turmuhr Quarz-betrieben, Glocken elektrifiziert, Heizung, neue Orgel, Wandspruch, Glasfenster, WC-Anbau, Friedhof nicht mehr bei der Kirche, usw..

Auch hat sich nicht nur das bauliche Leben verändert, das kirchliche Leben ist auch immer wieder Veränderungen unterworfen. Das Kirchenhaus bietet Schutz und Schirm für gutes, reiches kirchliches Leben in ihren Mauern.

Wie Sie mit-spüren, ist unsere Kirche das Werk von Generationen, über Jahrhunderte haben Menschen daran gebaut, verändert, vergrössert, verbessert, immer wieder ihr Bestes gegeben.

Raperswilen, 31.10.05/In Memoriam an Frau U. Kappeler